FAQ - Online-Shop der Fa. CAD+Modelltechnik Jung

CAD+Modelltechnik Jung
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FAQ-Liste
Einige wiederkehrende Fragen sind in dieser Auflistung zusammen gestellt
Themengebiet Modellmotore
(die Themengebiete Modellhubschrauber und CNC-Fräsmaschine finden Sie weiter unten)
Frage:
In welcher Stückzahl dürfen die Modellmotore hergestellt werden? Ist eine Fertigung in Kleinserie etc. möglich?

Antwort:
Immer wieder erhalten wir Anfragen von Privatpersonen / Firmen ob es möglich ist die Modellmotore auch in Kleinserie bzw. in größeren Stückzahlen nach unseren Bauplänen zu fertigen? Alle Baupläne der dargestellten Motore sind geistiges Eigentum von "CAD+Modelltechnik Jung". Eine Fertigung in größeren Stückzahlen ist ohne Rücksprache mit "CAD+Modelltechnik Jung" grundsätzlich untersagt. Mit größeren Stückzahlen ist eine Fertigung von mehr als 3 Motoren des gleichen Typs auf CNC-Fertigungsmaschinen gemeint. Bei Planung von größeren Fertigungslosen sprechen Sie uns bitte an oder senden Sie uns eine Email an cad-modelltechnik-jung@web.de. Wir werden dann gemeinsam eine Lösung finden!
Wir weisen außerdem hiermit nochmals darauf hin das eine Verfielfältigung der Baupläne ausdrücklich untersagt ist (Copyright). Benötigen Sie z.B. größere Stückzahlen der Baupläne für Schulungen, Lehrberufe etc. dann sprechen Sie uns bitte an. Bei größeren Stückzahlen erhalten Sie natürlich einen entsprechenden Rabatt eingeräumt.
Frage:
Nach welchem Prinzip arbeiten die gezeigten Motore?

Antwort:
Alle dargestellten Motor arbeiten nach dem 4-Takt-Verfahren und besitzen zur Gassteuerung Ventile, die über Nockenwellen (bzw. Nockentrommel) angesteuert werden. Über ein Vergaser wird Modellmotorensprit mit der Luft angesaugt (Prinzip Otto-Motor). Im Gegensatz zu den Ottomotoren wie Sie in Autos eingebaut sind, haben "normale" Modellmotoren jedoch kein Hochspannungs-Zündanlage. Der Zündvorgang wird vielmehr durch eine Glühkerze eingeleitet, die einmal per Batterie auf Glühtemperatur gebracht, nach dem Starten des Motors durch katalytische Reaktion weiterglüht. Das bedeutet dass nach dem Starten und eigenständigen Laufen des Motors die Spannungsquelle abgenommen werden kann. Vorteil ist das einfach ausgeführte Zündsystem das neben der eigentlichen Glühkerze nur aus einer 1,5 V-Batterie und einem Steckersystem besteht. Nachteilig ist, das der dadurch nicht genau definierte Zündzeitpunkt theoretisch Leistung kostet. Der Zündzeitpunkt wird vielmehr durch Auswahl der Glühkerze, Verdichtungsverhältnis und Wahl der Spritzusammensetzung bestimmt.
Nichts desto trotz sind mit Modellmotoren sehr hohe Literleistungen möglich, die von normalen Automotoren nur mit hohem konstruktiven Aufwand erreicht werden. Bitte deshalb auch die Sicherheitshinweise beim Betrieb der Modemotore in unseren Bauplänen beachten!
Frage:
Mit welchem Sprit laufen die Motore?

Antwort:
Als Sprit wird Modellmotorensprit verwendet, d.h. ein Gemisch aus Methanol, Öl und evtl. geringen Mengen an Nitromethan. Konstruktionsbedingt kann bei den gezeigten Motoren jedoch der Ölanteil auf 7 – 10 % Volumenanteil verringert werden (der normale Modellmotorensprit hat ca. 16-17 % Ölanteil). Wird der Sprit selbst gemischt, ist als Öl unbedingt additiviertes synthetisches Öl (Polyglykolöl) zu verwenden. Modellmotorensprit mit Rhizinusöl darf nur zum Einlaufen lassen der Motore verwendet werden. Das
Polyglykolöl ist ein spezielles Öl und hat nichts mit den Motorenöl in unseren Autos zu tun, da dieses nicht mit Methanol mischbar ist. Der Zusatz Nitromethan bewirkt bei geringer Beimischung ein besseres Zündverhalten und dadurch eine niedriger einstellbare Leerlaufdrehzahl. Höhrere Beimischungen bewirken eine Leistungssteigerung.
Methanol und speziell Nitromethan sind hochgiftig und dürfen nur in speziellen Gebinden gelagert werden. Modellmotorensprit gehört nicht in Kinderhände und darf nur in gut gelüfteten Räumen gelagert und gehandelt werden.
Als Glühkerzen haben sich speziell die Rossi Nr. 02 bewährt. Diese sind wesentlich günstiger als die speziellen 4-Takter-Glühkerzen und zeigen trotzdem bessere Ergebnisse bei niedrigem Leerlauf und Gasannahme der Motoren. Und das ohne Zusatzglühung!
Frage:
Nach welchem Zündungsprinzip arbeiten die Motore ? Ist ein Benzin-Betrieb mit Zündkerzen möglich?

Antwort:
Alle Motore arbeiten mit standartmäßig mit handelsüblichen Glühkerzen (Modellbaufachhandel) und Modellmotorensprit (siehe Anmerkung hierzu weiter oben).
Der Betrieb mit Zündkerzen und normalem Tankstellen-Benzin ist prinzipiell möglich. Hat jedoch den Nachteil das die Motoren prinzipbedingt heißer laufen. Daher ist auf gute Kühlung des Motors im Betrieb zu achten. Mit den vorgezeigten Motoren liegen bisher nur einige Erfahrungen mit dem Benzin-Betrieb vor, siehe auch hierzu Informationen in der
Gallerie.
Passende Zündanlagen können bei folgendem Anbieter bestellt werden: https://www.justengines.co.uk/
Im allgemeinen wird bei einem Benzin-Betrieb assoziiert dass ein Pumpenvergaser (z.B. Walbro-Vergaser) verwendet werden kann. Das ist bei den hier vorgestellten Modellmotoren jedoch nur möglich wenn man mittels einer zusätzlichen Benzinpumpe (mit Rücklauf) die Benzinversorgung sicher stellt. Der Hintergrund ist, das diese Pumpenvergaser über den pulsierenden Über-/Unterdruck im Kurbelgehäuse angesteuert werden. Das ist jedoch bei den hier dargestellten Mehrzylinder-Motore nicht möglich.
Passende Walbro-Vergaser finden Sie ebenfalls auf der vorgenannten Webseite.
Frage:
Welche Maschinen werden zur Metallbearbeitung benötigt?

Antwort:
Neben einer Drehmaschine werden eine einfache Fräsmaschine oder ein Fräsaufsatz für die Drehmaschine benötigt. Bei einigen Motoren ist ein 4-Backenfutter und/oder Aufspanscheibe für die Drehmaschine erforderlich.
Für die Herstellung der Nockenwellen / Nockentrommeln wird eine Schleifvorrichtung benötigt. In der Literatur finden sich hierüber verschiedene Bauarten. Alternativ läßt sich mit einer einfachen Schleifvorrichtung der Nockengrundkreis schleifen und anschließend die Nocken per Feile ausarbeiten.
Nockenwelle bzw. Nockentrommeln müssen gehärtet werden. Wer hierzu keine Möglichkeit hat, kann die Teile aber bestimmt bei einem Metallbearbeitungsbetrieb enstprechend härten lassen. Ein nachfolgendes schleifen der Teile ist nicht erforderlich. Neben einigen Kleinteilen müssen sonst keine Teile gehärtet werden. (d.h. keine Härtung erforderlich bei der Herstellung der Kurbelwellen. Ausnahme: 1-Zylinder-Viertakter). Die Härtung der Kleinteile erfolgt mit dem Gasbrenner und nachfolgendes Abschrecken der Bauteile in Öl.
Frage:
Aus welchen Unterlagen bestehen die gezeigten Baupläne?

Antwort:
Neben den Einzelteilzeichnungen für jedes zu fertigende Bauteil, werden z.T. Baugruppenzeichnungen, Schnittzeichnungen und Explosionszeichnungen mitgeliefert. Eine Mehrseitige Bauanleitung mit den wichtigsten Bearbeitungsschritten, eine Stückliste und ein Liefernachweis vervollständigen die Pläne. Alle Zeichnungen sind im Format DIN A4. Großformatige DIN A4 Farbausdrucke vervollständigen die Baupläne. Seitenumfang der Pläne entnehmen Sie bitte den einzelnen Bauplänen (je nach Bauplan ca. 45 bis 75 Seiten).
Die Einzelteilzeichnungen zeigen die Bauteile in einer 3-Seitenansicht und in Isometrischer Ansicht. Beispielzeichnungen können Sie bei den jeweiligen Motoren downloaden.

Bei den Bauplänen werden die passenden Vergaser nicht weiter dargestellt. Es lont sich nicht die sehr diffizil aufgebauten Vergaser selbst zu fertigen. Diese erhält man passend beim Modellbauhändler oder gebraucht bei Ebay. Zu achten ist beim Kauf darauf, dass es sich um einen 2-Nadel-Vergaser für einen Zweitakt-Modellmotor handelt, bei dem der Leerlauf- und Vollgasbereich getrennt eingestellt werden kann. Bzgl. der Größe verwendet man einen um ca. 1/3 kleineren Vergaser als für den jeweiligen Einzelhubraum gedacht. D.h. ein Vergaser für einen 10 ccm Zweitakter passt für einen 15 ccm Viertakter. Für die angebotenen Motoren mit einem Einzelhubraum von 15 - 20 ccm je Zylinder können z.B. folgende Vergaser verwendet werden:

Speziell bei dem 9-Zylinder-Sternmotor kann es Sinn machen den nächst größeren Vergaser zu verwenden, da hier entgegen den großvolumigen Boxer- und V-Motoren aus unserer Bauplanreihe nur ein einziger Vergaser verwendet wird.:

Frage:
Werden auch Materialbausätze angeboten?

Antwort:
Bis jetzt werden keine Materialbausätze angeboten. Bei entsprechender Nachfrage können diese jedoch in Zukunft angeboten werden. Bestehend aus allen Rohmaterialien und allen erforderlichen Normteilen wie den Wälzlagern, Schrauben usw.
Frage:
Gibt es die Baupläne auch in Datenform ? Welche Datenformen sind möglich?

Antwort:
Auf Anfrage können 2D-Zeichnungsdateien und 3D-Bauteildateien der Einzelteile auch in verschiedenen Datenformaten bereitgestellt werden.
Es lassen sich konvertierte 2D-Datenformate wie z. B. *.dwg und *.dxf beziehen.
Zusätzlich lassen sich konvertierte 3D-Datenformate wie *.step, *.dgn und *.igs beziehen (andere Formate auf Anfrage).
Als Datenträger werden CDR`s verwendet.
Die eigentlichen 3D-Konstruktionsfiles oder Baugruppendateien lassen sich nicht käuflich erwerben.
Themengebiet CNC-Fräsmaschine
Frage:
Allgemeine Fragen bezüglich der CNC-Fräsmaschine

Antwort:
Siehe ausführliche Bauplanbeschreibung CNC-Fräsmaschine
Themengebiet Modellhubschrauber
Frage:
Was ist der Vorteil des Koaxialrotor-System ? Ist das System deshalb einfacher zu fliegen als herkömmliche Modellhubschrauber?

Antwort:
Dieser spezielle Typ Modellhubschrauber wurde deshalb konstruiert um dem Original der Fa. Kamov Ka-52 etc. möglichst nahe zu kommen. Ohne zu übertreiben kann an dieser Stelle gesagt werden, dass dabei eines wohl der bemerkenswertesten und außergewöhnlichsten Modelle weltweit entstanden ist. Das bestätigen uns Dutzende an uns gerichtete Emails sowie Foreneinträgen in den Internetforen. Neben der Größe des Modells mit 2,4 m Rotordurchmesser wird dabei die präzise Fertigung der Einzelteile des komplexen Rotorsystems in Semi-Scale-Ausführung und das stimmige Gesamtkonzept hervorgehoben. Das Modell ist trotz seiner Größe sehr wendig, schnell und agil zu fliegen. Leichter Kunstflug ist ebenfalls möglich. Für komplexen Kunstflug und 3D-Flugfiguren ist dieses Fluggerät grundsätzlich nicht geeignet.
Vielmehr muss gesagt werden, dass der hier vorgestellte Koaxialrotor-Hubschrauber nicht einfacher zu fliegen ist als ein handelsüblicher Modellhubschrauber in Haupt- und Heckrotorkonfiguration mit stabilisierten 2-Blatt-Kopf . Diese Tatsache beruht darauf, dass dieser Koaxialrotor-Hubschrauber über nicht stabiliserte Rotorköpfe (entsprechende dem Original) verfügt. Dieser Koaxialrotor-Hubschrauber fliegt vielmehr genauso wie jeder andere Modellhubschrauber mit unstabilisierten Mehrblattköpfen.
Die eigentlichen Vorteile des Koaxialrotorsystems, wie maxiamale Leistungsfähigkeit und damit ist die max. spezifische Hubleistung bei gleichem Rotordurchmesser wie ein Standardmodell mit Haupt- und Heckrotor gemeint, ist trotzdem voll gegeben. Die bis zu 20% Gesamtwirkungsgradverlust eines Heckrotors können hier voll in den beiden Hauptrotoren umgesetzt werden. Ebenso bewirkt der nicht vorhandene Heckrotor gute Schwebeflugeigenschaften da keine seitliche Drift duch den nicht vorhandenen Heckrotor entsteht (siehe hierzu auch Bericht in der Zeitschrift "ROTOR", Ausgabe 1, 2008, "Technik und Funktion von Koaxialrotoren" von Autor Gunter Winkle.
Allein aufgrund seiner Größe ist er also überhaupt nicht mit den kleinen und kleinsten Billig-Koaxialrotor-Modellhubschraubern aus asiatischer Fertigung zu vergleichen. Diese sind meistens nur als Indoor-Modelle zu gebrauchen und sind aufgrund ihres extrem stabilsierten Rotorsystems sehr einfach zu fliegen.
Bei dem hier angebotenen Koaxialrotor-Modellhubschraubern mit Turbinen- bzw. Benzinmotor-Antrieb handelt es sich vielmehr um ein hochspezialisiertes High-Tech-Fluggerät, welches nur von einem erfahrenen und umsichtigen Modellflugpiloten geflogen werden darf! Entsprechende Erfahrungen beim Betrieb von Modellhubschraubern mit unstablisierten Rotorköpfen und Erfahrungen beim Betrieb mit Turbinen sollten ebenfalls vorliegen. In den Händen eines erfahrenen Modellpiloten kann dieses Modell sein spezielles Flugbild voll ausreizen.
Frage:
Werden für den Koaxialrotor-Hubschrauber spezielle empfängerseitige oder senderseitige Mischer benötigt?

Antwort:
Es werden im Gegensatz zu dem auf dem Markt befindlichen Tandemhuschrauber etc. bei diesem Koaxialrotor-Hubschrauber keine empfängerseitigen Mischerelektroniken benötigt.
Senderseitig werden nur Standardmischer verwendet. Wichtig ist jedoch, das der Sender über die Funktion "virtuelle Taumelscheibenverdrehung" verfügt. Wie bei Mehrblattköpfen üblich wird damit sicher gestellt, dass die Anlenkgestänge von der unteren Taumelscheibe zu den Blatthaltern des unteren Rotorkopfes geradlinig verlaufen. Ein Betrieb des Hubschraubers ohne diese Funktion ist nicht möglich.
Nachdruck nur mit Genehmigung des Autors. Alle Angaben ohne Gewähr.
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